Moin zusammen;
seit Jahren versuche ich die Geschichte der Bundesmarine aus ihren Anfängen in Modellen zu erzählen; und es passiert hin und wieder, dass ich über Umwege, die ich nicht nachvollziehen kann, kontaktiert werde von ehemaligen Bordmitgliedern; in diesem Falle war es der Sohn, der mich anschrieb, ob ich Seitenrisse vom Originalzustand des Schiffes hätte, auf dem sein Vater in 1960/61 an Bord war .. beim Original handelte es sich um diese Einheit:

Hier ohne Segmenttarnung:

Und hier noch einmal in achterlicher Ansicht:

Alle Fotos stammen aus dem Imperial War Museum in England;
Und ich lieferte eine entsprechende Zeichnung und der Dank kam per Telefon von G. Fischer persönlich, dem Vater. Er war damals als 18jähriger auf dieser Fregatte in Dienst und machte die ersten Ausbildungsreisen mit.
Ich fragte ihn, ob er eventuell noch Bilder aus seiner Bordzeit hätte; von meiner Konstruktion der umgebauten Variante wusste er, diese hatte ja seinen Sohn zur Anfrage inspiriert. Er versprach, seine Alben durchzusehen und es kam ein Umschlag an meine Adresse:

Fotos im Format 6×9 cm, wie es damals üblich war und die als Kontaktabzüge gefertigt wurden.

Ich habe sie ein wenig aufgehübscht und stelle sie hier bis auf eines – kommentarlos ein.
Sie zeigen Szenen aus dem Alltag an Bord aus Sicht eines Lords …



Munitionsmanner am 4-Inch-Geschütz; Fitness-Studio war nach Dienst nicht angesagt …

. . . wieder einmal heil unter der Brücke durch . . .

Rasmus geht wieder einmal heftig zukehr . . .

Entspanntes Pönen dagegen an Norwegens Gestaden; ungeliebt bei den Lords – und dennoch, es musste sein!

Werftliegezeit, die Lords durften in Gruppen in die heimatlichen Gefilde; der Zossen wohlverwahrt im Schwimmdock – sehr gut hier die Opfer-Anoden zu erkennen und die Werftgrandis hatten wieder alle Hände voll zu tun …

Das schönste Bild für mich –und damit endet diese Bildergeschichte auch – ist das letzte Foto. Zeigt es doch die SCHARNHORST im Dock und rechts daneben, ihre häufigen Begleiter: EIDER und TRAVE …

Als ich die Fotos bekam und Herrn Fischer bat, ob ich sie in mein Archiv übernehmen dürfe, meinte er, ich solle sie alle behalten, bis auf eines. Es zeigte ihn zusammen mit seinem Freund an Bord.
Auch an dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön!