Bundesmarine Minensucher Klasse 320 – M 1072 Lindau – auf ein Neues im neuen Jahr …


… und es begann mit ein paar Gedanken – wieviel will ich an Detailierung in dieses Modell hineinpacken? Und wenn, was gibt das Originalmaterial her? Phantasievolle Modelle gibt es genug auf dem Markt; aus der Vergangenheit meiner langen, bastlerischen Tätigkeit in unterschiedlicher Provenienz, erinnere ich noch die Zeile, die auf so manchen Bausatz zutraf; … die Ähnlichkeit mit dem Original ist rein zufällig und nicht beabsichtigt …
Deshalb stellte ich erst einmal das 4-cm-Bofors-Geschütz probehalber auf den Sockel, was ich für die F212 GNEISENAU ja schon etwas modifiziert und mit einem Geschützrohr  – aus Messingvollmaterial gedreht – von Jürgen Eichardt, versehen hatte. Die Originalzeichnung dieses Geschützes stammt von Dr. Henning Budelmann; auch diese Bilder sind schon nicht mehr aktuell, da ich ein paar Veränderungen im Magazinbereich vorgenommen habe. Die braunen  Ringe im hinteren Teil des Geschützes sind die Sicherungsgurte für die Munitionsmanner, die stehend ihre Arbeit verrichten mußten, während die Richtschützen sitzen durften …

… wie gesagt, probehalber fürs Foto aufgesetzt – deshalb nicht ausgerichtet.
Die nächste Herausforderung waren die Windabweiser. Wie erstellen, damit es nicht albern wirkt? Bilder vom Original zeigen 4 „Ständer“, die im Modell 2,8 x 1 mm ergeben. Nicht gerade eine Welt, um daran die Plexischeiben zu befestigen, die auch noch auf kleinstem Niveau v-förmig in Fahrtrichtung gebogen werden müssen.

Unschlagbar auch hier wieder – die Overheadfolie. Entsprechend vermaßt, gezeichnet, ausgedruckt und dann passend geschnitten. Ich bins zufrieden …

Die beiden Peiler – Originalfotos einen Beitrag vorher – hätte ich aus Fremdmaterial, und damit sicher etwas feiner – anfertigen können – aber auch hier nahm ich Karton. Das gleiche gilt für das Zielgerät des Bofors; hier noch die frühe Variante, wo ich auf die der SCHÜTZE-Klasse des Passat-Verlages zurückgriff und es ein wenig modifizierte; die Relingsteile sind vom Neusilber-Zurüstsatz des gleichen Verlages, der im Laufe der Zeit noch mehrmals Verwendung finden wird.

Was nun den Schornstein angeht; hier fiel mir bei Durchsicht meiner Fotos auf, daß im vorderen Bereich keine Steigeisen, sondern kleine Plattformen zum Einsatz kamen; ich habe sie entsprechend umgesetzt – Ätzteile wären kein Nachteil … bezüglich der Schornsteinkappe fand ich zwei Varianten, grau und naturmetall. Ich habe mich für grau entschieden… auch ein kleines Innenleben wurde ergänzt…

 

 

Die Deckleisten aus Tropenholz verdienen in diesem Falle wirklich ihren Namen, wie ich auch noch ein Bild fand, daß zeigt, auf dem Peildeck, Brückenfront, waren kleine Podeste installiert … man kann im Brückenbereich noch mehr verfeinern,  – ich werde hier aber nicht weiter tätig werden …

… ich finde, dieser  Minensucher hat längst sein Eigenleben – und davon genug – entwickelt; darauf bin ich dann doch ein wenig stolz …

Mit einem lieben Gruß
der Wilfried

 

 

Kategorien:Konstruktionsbüro

1 Kommentar

  1. Moin Wilfried,
    …ein wenig stolz…? Du kannst r i c h t i g stolz sein auf diese Konstruktion!

    Gruß
    HaJo

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