Bundesmarine Minensucher Klasse 320 – M 1072 Lindau – die Form schält sich heraus …


Moin, moin zusammen!

Vorerst einmal ein Dankeschön an die vielen Besucher; bin immer wieder überrascht, wer sich alles auf meinen Blog verirrt … ?!

Nachdem ich also diverse kleine Korrekturen im Bereich des Rumpfes in die Zeichnung eingearbeitet habe, ging es mit An- und Aufbauten weiter. Erster Unterschied zu den Minensuchern der ersten Generation war die ABC-Anlage; später wird auf deren Dach das Schlauchboot seinen Platz finden …

… wie unschwer zu erkennen, habe ich auch schon das Spantengerüst für Brückenhaus und das entsprechende Deck – hier erst einmal ohne Details – angebracht.

Häufger werde ich gefragt, warum ich ein Weißmodell erstelle – ganz einfach, es spart Druckertinte, Ungenauigkeiten sind mittels Licht und Schatten zu sehen und es gibt kein Kantenfärben. Und wenn Änderungen nötig, einfach überkleben der vorhandenen Wände, z.B. Wird der aufmerksame Betrachter hin und wieder bemerken …

Zunächst aber der Einschub der Brückenhauswände …

Wie es der Pfeil zeigt, hier wurde schon mal geändert und überklebt; und dann habe ich mich vorgearbeitet bis auf das Brückendeck selbst …

An dieser Stelle sei mir einmal eine Anmerkung gestattet; bei den meisten Kartonmodellbauern ist der optische Eindruck, eines Minensuchers der LINDAU-Klasse  aus Karton, vermittelt durch ein Modell des Wilhelmshavener Verlages.

Diese Anmutung ist leider nicht korrekt, wenn man dem Original nicht zuwider arbeiten möchte. Ich brauchte ein paar Tage, um mich von diesem optischen Eindruck frei zu machen. Sollte also bei den Betrachtern eventuell – ob bestimmter Verhältnismäßigkeiten – ein Stirnrunzeln einsetzen – der Generalplan und die Einhaltung des Maßstabes sind dafür verantwortlich – nicht ich! Die Proportionen sind dem Original geschuldet!

Dafür mögen dann auch die letzten Bilder stehen …

… die mir schon richtig Appetit auf mehr und auf „in Farbe“ machen… sehr interessant ist nach wie vor das Überprüfen von Originalbildern und Hinweisen; auf dem letzten Bild im hinteren Bereich des Backdecks zu sehen, die gegenüberliegenden parallelen Quadrate; im Innenbereich befanden sich beim Original die Tanks für das Benzin des Schlauchbootes; im Brandfall konnten die Tanks und deren Inhalt nach außen gekippt werden ….

Mit einem lieben Gruß
der Wilfried

Kategorien:Konstruktionsbüro

7 Kommentare

  1. Moin Wilfried,
    absolut überzeugend in der Darstellung und der Ausführung, und ja… wenn man die alten WHV Modelle gewohnt ist fällt die deutlich niedrigere Höhe der Aufbauten auf. Mich hatte diese Höhe schon immer etwas gewundert und so bin ich auf deine weiteren Umsetzungen schon gespannt.
    mit lieben Gruß in den Norden
    Robi

  2. Ja, der Unterschied ist schon frappierend anders!

  3. Moin Wilfried,
    Du kommst ja richtig schnell voran – und mal wieder richtig gut! Ich bin begeistert!
    Gruß aus Flensburg
    Jochen

  4. Hallo Wilfried
    Wie immer eine tolle Arbeit. Wenn es fertig ist musst Du unbedingt mal beide zusammen auf ein Foto bringen. ich bin schon gespannt auf das ergebnis.
    Gruss aus Fredenbeck
    Günter

  5. Moin, moin zusammen!
    Erst einmal ein herzliches Dankeschön für Eure Reflektion auf meine kartonale Stümperei; geht mal davon aus, daß ich dieses Ding nicht angegangen bin, um dem Mentor und Altmeister des Maßstabes 1:250 im kartonalen Schiffbau ans Bein zu pinkeln; mit seinen technischen Möglichkeiten wäre ich wohl kaum in der Lage, mehr als ein Quadrat in die dreidimensionale Form zu erheben. Ich bin eher tastend, forschend auf dem Weg, einen Minensucher nach dem Umbau auf Kiel zu legen.

    Mit einem lieben Gruß
    der Wilfried

    • Moin Wilfried,
      davon geht keiner aus. G. Neubert war der damalige Papst unter den Konstrukteuren. Ihm verdanken wir die erste „Detaillierungswelle“! Aber wie Du schon sagst, die heutigen Mittel toppen den damaligen Stand doch riesig! Übrigens ziehe ich meinen Hut noch immer vor dem damaligen Chefkonstrukteur des LI`s. Was er konstruiert hat, passte einfach! Leider werden die damaligen Konstruktionen durch den heutigen Inhaber der Rechte durch sein Druckverfahren mit Füßen getreten!
      Gruß
      Jochen

  6. Hallo Jochen
    Genau so sehe ich das auch. Ich habe, seit der Möwe Verlag ´seine Laserkopien auf den Markt bringt, keines von den neueren Modellen mehr gekauft. Und nur, daß ich mir einen Bogen den ich ohnehin nicht bauen möchte hin und wieder mal angucke und mich dann drüber ärgern muß ihn überhaupt gekauft zu kaben gebe ich meine Kohle lieber für Modelle aus über die ich mich freuen kann. Ich habe in den Anfängen der Bremerhavener Treffen den Gerhard Neubert kennenlernen dürfen. Damals hatte er noch einige interessante Konstruktionen in der Mappe. Unter anderem den Schlepper Helgoland der BM sowie Teile der Narvik Zerstörer mit dem 15 cm Doppelturm. Zu diesem Zeitpunkt hätte man sicher die Modelle auch noch auf den Markt bringen können. Aber heute gibt es das meiste schon. Aber Du hast Recht Jochen. Gerhard Neubert hat mit seinen Konstruktionen damals schon Maßstäbe gesetzt wenn ich da an die Cap San Diego denke – Auch heute noch ein sehr schönes Modell.
    Schöne Grüße aus Fredenbeck

    Günter

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