F212 GNEISENAU – Ich will uns eine Brücke bauen…


… gut, sie ist nur aus Karton und für ein Schiff im Maßstab 1:250 – aber immerhin muss sie stabil sein um die nachfolgenden Bauteile auf- und anzunehmen.
Insofern – herzlich willkommen zur Baugruppe 29/30, die sich ausschliesslich diesem Bauwerk und ein paar Ergänzungen widmen wird.
Zuvor ein paar Worte zur „Helling“; es handelt sich bei meinem Modell um einen erweiterten Konstruktionsbau; der Ausdruck erfolgt auf einem Tintenstrahler billigster Herkunft. Entsprechend der Jahreszeit macht es Sinn, hier Abschnitte von Styrodur, die ich sonst für den Eisenbahngelände- und Unterbau verwende, einzusetzen. Damit erspare ich mir unnötige Fingerabdrücke in der Bauabfolge. Zwischendurch sind immer noch kleine Korrekturen erforderlich und die trage ich dann direkt in die Druckbögen ein.
Die L-Profilfe bedürfen keine Erklärung mehr, hoffe ich? Ich ziehe diese Form für die Anbringung von Wänden denen des Stecklaschen- oder Knicklaschensystems vor.
Minimierung von Toleranzen und ein vernünftiger Anschlag zum Kleben. Es empfiehlt sich während der Montage dieser Profile, ein Querspantenübergreifendes Lineal oder einen Plastikstreifen als Anschlaghilfe zu benutzen.
Die Bauteile sind wieder in der Reihenfolge der Verarbeitung mit Buchstaben gekennzeichnet.
Hier noch einmal die rückwärtige Ansicht; dem Spantengerüst für den Aufbau des Hauptdecks ist hier noch keine Beachtung zu schenken. Ich hatte es für die Kontrolle des Decks schon angebracht.
Im nächsten Schritt ist der Brückenhaus-Vorbau an der Reihe; das Deck darauf nimmt später die feste Reling und den Meßbalken auf; ebenfalls befinden sich dort an beiden Seiten Rettungsinseln sowie zwei Seiltrommeln.
Nach dem Anbringen der Bauteile wird die Frontblende 29j an Deck 29g befestigt.
Bevor die Brückenhauswand angebracht werden kann, ist noch Deck 29k in Position zu bringen.
Im nächsten Schritt zeige ich das Anbringen der Brückenhauswand 30. Sauberes Ausrunden im oberen Bereich der Bulleyes ist Voraussetzung. Als Klebehilfe sind zwei Profile zu verdoppeln und links und rechts innen anzubringen. Ich habe auf der Backbordseite mit dem Verkleben begonnen und mich dann – links oben innen und „um Eck“ gehangelt. Guter Referenzpunkt sind Deck 29k Hinterkante und Querspant 29d.
Man kann aber auch das komplette Bauteil zusammenkleben und dann von vorn einschieben. Aber dann darauf achten, das die Wand mit den Bedienteilen noch nicht abgeknickt ist.
Ich wollte es jedoch für den Musterbau erst einmal nicht riskieren…
Die Anbauten, Lüfter und ähnliches sind – in unmittelbarer Nähe auf dem Baubogen angeordnet – ich mag diese ewige Sucherei nach Teilen nicht, die bei manchen Modellen auf vielen Bogen verstreut sind.
Das Anbringen von Trompetenlüftern und anderem „Kleinzeug“ sollte vorher erledigt sein – für die Verwendung einer Ätzplatine und den Steigleitern sind entsprechende kleine „Piekser“ für deren Haltekonsolen von mir, links und rechts der grauen Schutzflächen, vorgesehen.
Was ich noch geändert – die Kontur bei den hellgrauen Bauteilen erschien mir zu kräftig und kontrastreich. Ich habe deshalb deren Tonwert auf 50% gesetzt. Was kein Problem darstellen sollte, weil die meisten mit einen Leuchtlupe am Arbeitsplatz unterwegs sind …
Weiter ging es im Baufortschritt mit den Brückennocks – diese sind durch Umkleben des dafür vorgesehenen Decks vorzurunden und innen mit dem Lichtkasten zu versehen. Anschliessend kommen sie auf die entsprechenden Markierungen an Bauteil 30.
Die seitlichen Gehäuse am Kommandostand und der Niedergang folgen als nächstes.
Den Abschluss bilden dann die Bauteile 30f, g – durch Einschub und h.
In der Zwischenzeit – weil es doch sehr ermüdend ist, kann schon einmal der Sockel für das 100-mm-Mehrzweckgeschütz in Angriff genommen werden .. da sind ja einige Dreiecksteile zu verkleben – wenn man denn mag?
Hinzuweisen bleibt mir noch auf die Decksblenden 30n  für Deck 30g; die Schwenkvorrichtung und Halterung für die Rettungsinseln auf Deck 29g – kann alles schon angebracht werden.
Genau wie die feste Reling für das 100-mm-Zielgerät auf dem Peildeck … für die inneren Stützen finden sich die Markierungen auf dem Deck; für die Position des inneren Schotts ist das eigene Auge verantwortlich. Wer mag setzt noch die Handläufe auf die Brückennockwände.
Für den Windabweiser und Seitenteile gibt es eine Schneide- oder Kopierschablone; ich habe sie aus Overheadfolie erstellt.
Mit einem lieben Gruß
Kartonskipper

 

 

 

 

Kategorien:Konstruktionsbüro

1 Kommentar

  1. Hallo Wilfried, Dein Baubericht als Bauanleitung!! Prima! Grüße aus Heidelberg

Hinterlasse einen Kommentar

%d Bloggern gefällt das: