F212 GNEISENAU – 100 mm Creusot-Loire – nicht nur Schlösser wurden an dem Fluss gebaut …


sondern auch die Standardwaffe bei der Ausrüstung des 55er Bauprogramms. Hier erst einmal die Geschichte dieses Geschützes:

Das 100-mm-Geschütz Creusot-Loire ist ein französisches Mehrweckgeschütz für die Marine. Es wurde in den frühen 1950er Jahren entwickelt, um die 127-mm- und 57-mm-Geschütze im französischen Dienst zu ersetzen. Im Laufe der Zeit wurde die Konstruktion verbessert und aktualisiert.
Das Creusot-Loire verfügt über ein einzelnes 100-mm-L/55-Geschützrohr, das mit einem automatischen Lader verbunden ist. Das 100-mm-Kaliber wurde gewählt, weil die französische Marine es für die Bombardierung von Land aus für geeignet hielt und es leicht genug für eine hohe Feuerrate gegen Flugzeuge ist.
Feuerkraft
Das Marinegeschütz Creusot-Loire galt als wirksames Geschütz, sowohl gegen Überwasser- als auch gegen Luftziele. Die Feuergeschwindigkeit beträgt 60 oder 78 Umdrehungen pro Minute, je nach Art der Lafette. Die 100-mm-Granatenpalette umfasst Sprengstoff-, Flugabwehr- und Beleuchtungsgeschosse. Die maximale Reichweite beträgt etwas mehr als 17 km. Die praktische Reichweite gegen Oberflächenziele beträgt 12 km. Die maximale Flugabwehrreichweite beträgt 8 km und die Flugabwehrobergrenze 6 km.
Die Creusot-Loire wurde auf einer Vielzahl von Schiffen eingesetzt und es wurden über 200 Geschützlafetten hergestellt. Der Hauptnutzer war die französische Marine.
Die junge Bundesmarine bekam das Geschütz Modell 1953; eingeführt im Jahre 1957 wurde es ab 1961 exportiert.


Diese frühen Modelle zeichnen sich durch zwei lokale Steuerungseinrichtungen aus. Eine auf jeder Seite der Waffe. Die erste Patrone wird manuell geladen. Der Rückstoß der Waffe treibt das automatische Ladesystem an.
Diese frühen Modelle wurden durch nicht-digitale Feuerleitanlagen gesteuert, die außerhalb der Lafette angebracht waren. Alternativ wurde eine lokale Steuerung verwendet. Das linke Gehäuse verfügt über Bedienelemente für den Einsatz gegen Bodenziele. Das rechte Gehäuse ist für den Einsatz gegen Flugzeuge vorgesehen, sein praktischer Nutzen ist jedoch zweifelhaft und wurde bei späteren Modellen weggelassen.
Soweit die Informationen zum Original; im nachfolgenden Bildteil ist der Zusammenbau beschrieben; die Bilder sind selbsterklärend.
Ich habe die Umrandungslinien auf einen Tonwert von 50% gesetzt; es kommt der Kontur und der Optik sehr entgegen. Als Ergänzung habe ich die Möglichkeit vorgesehen, die Lafette höhenrichtbar zu machen … auch das sollte gelingen. Für den Geschützsockel sind zwei Versionen dabei – verwendet wird jene welche die Balkenbucht unterstützt.


Vielleicht noch ein wichtiger Hinweis; wer beabsichtigt, die Steigeisen aus der Ätzplatine zu verwenden, sollte jetzt die Schablone in Einsatz bringen. Es „piekst“ sich jetzt einfach leichter …






Sicherlich ist auch dieses Geschütz – allein aufgrund seiner komplexen Form – ein Kompromiss als Abbild in 1:250 …an Bord kommt es aber doch ganz ordentlich rüber?!
Ich habe für mein Handmuster nicht alle Teile der Platine verbaut …


Und hier noch ein Überblick über den aktuellen Bauzustand:

Allen Lesern ein Dankeschön für ihr Interesse und einen schönen Start in die neue Woche
Gruß kartonskipper

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1 Kommentar

  1. Sieht gut aus, der Baufortschritt ist klar erkennbar. Habe bei der Vorstellung des Verlages in Flensburg heute auch auf dieses Modell als „in Arbeit“ hingewiesen.

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